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Stadtentwicklung 

           

Unmittelbar nach der "Wende" hat die Reuterstadt Stavenhagen die sich neu eröffnenden Möglichkeiten und Rechtsinstrumentarien genutzt und einen in die Zukunft gerichteten gesamtstädtischen Entwicklungsprozess eingeleitet, der nicht nur ihre wirtschaftliche, sondern vor allem auch ihre städtebauliche Entwicklung beinhaltet.

Die Reuterstadt Stavenhagen verfügt heute über eine insgesamt leistungsstarke Wirtschaft. Der Kommune gelang es, wichtige traditionelle Wirtschaftsunternehmen erfolgreich zu privatisieren und Unternehmen des produzierenden Gewerbes anzusiedeln. Bedeutende Logistikunternehmen stärken das wirtschaftliche Potenzial der Stadt, welches sich durch ein preisgünstiges Angebot von erschlossenen Industrie- und Gewerbeflächen und die stufenweise Freigabe von bislang militärisch genutzten Gebäuden und Anlagen stetig erweitert.

Die vielversprechende wirtschaftliche Entwicklung ging einher mit einer ebenfalls äußerst positiven städtebaulichen Entwicklung, die sich vor allem durch den enormen Sanierungsfortschritt in der historischen Altstadt und durch die maßvolle bauliche Erweiterung in den Stadtrandgebieten dokumentiert. Sehr früh wurde erkannt, dass es neben der Sanierung auch erforderlich war, die Flächenreserven im innerstädtischen Bereich zu mobilisieren, um die Stadtflucht zu stoppen.

Erste klare Zielstellungen für die Stadterneuerung im künftigen Sanierungsgebiet wurden definiert. Die Aufnahme der Stadt in das Städtebauförderprogramm des Landes Mecklenburg-Vorpommern erfolgte mit Bewilligung der ersten Fördermittel am 26.06.1991. Mit Bekanntgabe der Sanierungssatzung am 21.10.1993 wurde die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes "Historische Altstadt" vollzogen. Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen traten als Rechtsinstrumentarien für die Stadtsanierung in Kraft.

Für die Teilnahme am Bundeswettbewerb "Stadtumbau Ost – für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen" hat die Reuterstadt Stavenhagen im Jahre 2002 als Wettbewerbsbeitrag das Integrierte Stadtentwicklungskonzept – ISEK – ausgearbeitet, in dem erstmals Daten zur Stadtentwicklung erfasst wurden. Neben der Herausarbeitung städtebaulicher Zielstellungen im ISEK ist zugleich die Grundlage für ein Stadtmonitoring (Sachstandserfassung) gelegt worden.

Die Reuterstadt Stavenhagen hat mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept im Bundeswettbewerb einen 3. Preis erzielt. Die Möglichkeiten zur Umsetzung der im ISEK formulierten zentralen Zielstellung "Eine Stadt" aus der Altstadt und der Weststadt zu entwickeln, sind mit der Aufnahme der Reuterstadt in das Programm "Stadtumbau Ost" ungleich größer geworden. Beide Fördergebiete grenzen unmittelbar aneinander. Die wichtigste städtebauliche Aufgabe besteht gegenwärtig darin, neben der Durchführung diverser Einzelmaßnahmen zur Verknüpfung beider Stadtbereiche, auf der Grundlage des ISEK’s und des Stadtmonitorings gesamtstädtische und fördergebietsbezogene Daten und Erkenntnisse in den Stadtentwicklungsprozess einfließen zu lassen.

 

 

LEIBILDER DER STADTENTWICKLUNG

 

Die Reuterstadt

 

Unabhängig von ihrer weiteren Entwicklung und Einwohnergröße ist und bleibt die Stadt Stavenhagen die Reuterstadt.

Die Reuterstätten werden deshalb in das Stadtentwicklungskonzept einbezogen und für Touristen attraktiver gestaltet.

Das sanierte Fritz-Reuter-Literaturmuseum und Geburtshaus des Dichters mit dem Reuterdenkmal bildet die Hauptattraktion in einer Kette von Gebäuden und Anlagen, die mit Leben und Werk Fritz Reuters verbunden sind.

Vom Museum aus wird der Tourist zu den Gebäuden in der Altstadt, die in Reuters Werken erwähnt werden, geleitet. Außerhalb der Altstadt sind die Reutergräber und die Reutereiche zu besichtigen. Der Stadtholzweg führt zu den von Reuter so bewunderten, einmaligen Ivenacker Eichen auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Ivenack.

Die Reuterfestspiele, jährlicher festlicher Höhepunkt zu Ehren des Dichters, bleiben fester Bestandteil des vielfältigen Kulturangebotes der Reuterstadt.

 

 

Die historische Altstadt

 

Die enge, kleinteilige, historische Altstadt mit ihren geschwungenen Straßen und bewusst gestalteten Plätzen ist das Identitätsmerkmal für die Stadt Stavenhagen. Jedes Gebäude in der historischen Altstadt ist ein Mosaikstein für die Stadtidentität. Die Reuterstadt Stavenhagen konzentriert daher ihre Kraft auf die Forcierung der Sanierung in der Altstadt. Die Erweiterung des Sanierungsgebietes wurde per Satzungsbeschluss vom 23.06.2005 durch die Stadtvertretung festgelegt.

Durch Lückenschließungen in der straßenbegleitenden strukturbestimmenden Altbausubstanz und durch die Nutzung von Baulandreserven in den Quartieren wird der Altstadt eine große Präferenz als Wohnstandort zugewiesen. Die Erhöhung der Branchenvielfalt im Handel, die Ansiedlung von nicht störenden Gewerbe- und Handwerksbetrieben sowie eine noch umfangreichere Ausstattung mit gastronomischen Einrichtungen soll die Altstadt lebendiger und vielfältiger machen. Das Bestreben der Stadtsanierung ist darauf gerichtet, der historischen Altstadt jene Unverwechselbarkeit zu verleihen, die der Identifikation der Bewohner mit ihrer Stadt dient.

 

 

Die Neustadt

 

Die "neue" Stadt am Westrand wird in zunehmendem Maße zu einem Stadtteil im Grünen umgebaut. Der massiv bebaute Stadtrand löst sich auf und vermittelt durch kleinteiligere Bebauung zwischen Landschaft und neuer Stadt. Ein Kern der mehrgeschossigen Bebauung bleibt erhalten, um auch für Einwohner mit diesem Wohnungsanspruch Wohnraum in sanierten und rückgebauten Wohnblöcken anbieten zu können. Wichtige Einrichtungen für den Gemeinbedarf mit gesamtstädtischer Bedeutung bleiben der neuen Stadt zugeordnet. Das Umfeld der Wohnblöcke wird im Sinne einer "grünen" Stadt umgestaltet und bietet somit mehr Aufenthalts- und Lebensqualität.

 

 

Die Übergangszone und ihre funktionelle Bedeutung für die Herausbildung "Einer Stadt"

 

Das wichtigste Ergebnis gesamtstädtischer Analysen, die zur Erarbeitung des ISEK notwendig waren, ist die klare Zielstellung, die sich für die weitere Entwicklung der Reuterstadt ergeben hat:

Die Herausbildung einer Stadt.

Der "uralte" städtebauliche Grundgedanke, der schon in früheren Planungen formuliert und gefordert wurde, dass durch eine Verknüpfung der beiden wesentlichen Stadtbereiche "Eine Stadt" herausgebildet wird, wurde einmal mehr bestätigt.

Der Weg für die Umsetzung der städtebaulichen Grundidee ist jetzt geebnet. Der Handlungsbedarf zu ihrer Verwirklichung ist jedoch sehr groß.

Die Schwierigkeit der Umsetzung der konzeptionellen Gedanken besteht darin, zwei ganz unterschiedliche Stadtbereiche zu einem Ganzen zusammen zu fügen. Dabei ist einerseits die kleinteilige historische Altstadt zu erhalten und in ihrer Struktur zu stärken und andererseits die Neubausiedlung Stavenhagen-West so umzubauen, dass sich ihre bisherige Struktur grundlegend verändert mit der Zielstellung, hier einen Stadtteil mit Wohnparkcharakter zu entwickeln.

Die bislang unbeplante Nahtstelle zwischen den beiden Stadtbereichen, die so genannte Übergangszone, hat die wichtigste Funktion bei der schrittweisen Herausbildung der "einen" Stadt:

Sie muss baulich-gestalterisch so konzipiert werden, dass sie tatsächlich einen nahtlosen Übergang von der "steinernen" Altstadt in die "grüne" Stadt vermittelt.

Der Stadtumbau konzentriert sich also nicht nur auf die Ausprägung des Charakters beider Stadtbereiche, sondern vor allem auch auf ihre Verbindung. Hier die steinerne Altstadt – dort die grüne "neue" Stadt und an der Nahtstelle ein attraktiv gestalteter und bebauter Bereich. Die fußläufige Verbindung zwischen alter und neuer Stadt wird von der Fußgängerzone in der Altstadt über den Hopfenhofweg und in Verlängerung der Neuen Straße in den zentralen Bereich der Neustadt mit ihren Einrichtungen von gesamtstädtischer Bedeutung (Turnhalle, Schule, Kita, Alten- und Pflegeheim) in Gestalt einer Promenade ausgebaut. Der fließende Verkehr erhält eine neue Trassierung am Kreuzungspunkt Gülzower Damm / Malchiner Straße.

Ein erster Schritt zur Verknüpfung der Altstadt mit dem Neubaugebiet wurde in Verlängerung der Neuen Straße über den "Platz am Speicher" und die Neugestaltung der Wegeverbindung bis zur August-Seidel-Straße vollzogen.

Dazu sind die funktionell und optisch trennenden Garagen an der Nahtstelle beider Stadtteile zurückgebaut und durch eine attraktive Freiflächengestaltung ersetzt worden.

Gestaltete Fußgängerverbindungen zum Friedhof mit den Reutergräbern vervollständigen den Übergangsbereich.

 

 

Der Wirtschaftsstandort Reuterstadt Stavenhagen

 

Die Stadt Stavenhagen bietet erschlossene Gewerbe- und Industriegebietsflächen und Gewerbebrachen zur Neuordnung an. Das bereits vorhandene wirtschaftliche Potenzial wird weiter ausgebaut. Die Konversionsflächen und –baulichkeiten des Bundeswehrstandortes Basepohl unterstützen dieses Anliegen.

Im neuen Raumordnungsprogramm „ Mecklenburgische Seenplatte“ sind die Bereiche

„Basepohler Schlag“ und „Konversionsfläche Basepohl“ als „regional bedeutsame Räume für Gewerbe- und Industriestandorte“ angegeben.

Die Stadt konzentriert sich auch auf die Ansiedlung kleinerer Betriebe (20 – 50 Beschäftigte).

Hierfür eignen sich zusätzlich die „innerörtlichen Gewerbe- und Industrieflächen entlang der

B 104 und B 194“.

 


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